Flutter: Weg frei für Fusion mit The Stars Group

Obwohl in der Glücksspielindustrie aktuell längst nicht alles wie gewohnt verläuft, nimmt die Fusion zweier Glücksspielgiganten weiter Formen an. Wie die britische Marktaufsichtsbehörde mitteilt, steht der Fusion zwischen Flutter Entertainment und The Stars Group offenbar aus Sicht der Behörden nichts im Wege. Damit ist der Weg nahezu frei, wenn alle letzten Checks im Prüfungsverfahren abgeschlossen sind. Sollte der Deal auf die Beine kommen, würde der größte börsennotierte Glücksspielkonzern der Welt entstehen. Gerade in Zeiten wie diesen ein echtes Statement.

CMA sieht keine Probleme beim Deal

Inhaltsverzeichnis:

CMA sieht keine Probleme beim DealLanger Weg zum Mega-UnternehmenWer steuert den Konzern-Giganten?

In der Glücksspielbranche sind sowohl Flutter Entertainment als auch The Stars Group als echte Unternehmensgiganten zu bezeichnen. In den letzten Monaten mehrten sich zudem die Gerüchte, dass beide Konzerne offenbar künftig zusammen agieren wollen. Nun gibt es Fortschritte in dieser Debatte. Wie die britische Marktaufsichtsbehörde CMA mitteilte, würde einer Fusion aus ihrer Sicht nichts im Wege stehen. Konkret wurde eine „bedingungslose Genehmigung der ersten Phase“ ausgestellt, teilte die CMA mit. Sämtliche Anteile an The Stars Group sollen in den Besitz von Flutter übergehen. Der Jahresumsatz des kombinierten Unternehmens liegt dann bei rund 4,3 Milliarden Euro.

Für die Branche könnte dieser Deal zu einem der größten Deals aller Zeiten werden. Dementsprechend zufrieden gab sich Flutter-CEO Peter Jackson nach der Mitteilung der Behörden. „Diese heutige Entscheidung der CMA markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein“, so Jackson. In der Tat wurde durch das grüne Licht der Marktaufsichtsbehörde ein wichtiges „Go“ eingefahren – wenn auch noch nicht das Letzte. Jetzt sind erst einmal die Aktionäre von Flutter gefragt. Diese entscheiden am 21. April in einer außerordentlichen Hauptversammlung darüber, ob die Übernahme vollzogen werden kann. Nur drei Tage später möchte sich die Stars Group dann das grüne Licht ihrer Aktionäre abholen. Sollten beide Lager zustimmen, sind allerdings auch noch zusätzliche Genehmigungen erforderlich.

Langer Weg zum Mega-Unternehmen

Eine Zustimmung benötigen die Konzerne zum Beispiel von der britischen Börse, der London Stock Exchange. Zusätzlich dazu muss der Euronext in Dublin grünes Licht geben, ebenso die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA. Sind diese Hürden allesamt gemeistert, ist die Fusion nahezu in Stein gemeißelt. Auf Seiten der Unternehmen scheint man da schon etwas weiter. Peter Jackson soll auch weiterhin als CEO des dann kombinierten Unternehmens tätig werden. Dieser erklärte jüngst, dass die Bearbeitung der Prozesse auf Seiten der Behörden zügig vorangehen würden. Letztere hatten zuvor davor gewarnt, dass derartige Prüfungen aufgrund der Corona-Pandemie möglicherweise deutlich nach hinten verschoben werden müssen. Jackson erklärte gegenüber „iGamingBusiness“: „Wir arbeiten weiterhin mit den verbleibenden internationalen Regulierungsbehörden zusammen, um die letzten der ausstehenden Genehmigungen zu erhalten. Unabhängig davon haben wir letzte Woche die notwendigen Unterlagen für die Aktionärsabstimmungen im April veröffentlicht. Wir machen auch jetzt schon große Fortschritte in unseren Planungen für die Zeit nach der Transaktion.“

Was der Deal genau für die Branche bedeuten würde, lässt sich nur schwer abschätzen. Sicher ist, dass ein wahrer Gigant entstehen würde. Konkret würde die Fusion den größten börsennotierten Glücksspielkonzern der Welt hervorbringen. Nicht nur im stationären Betrieb. Auch unzählige Online Casinos würden zum Portfolio des Unternehmens gehören. Neben den Casinospielen dürften die Sportwetten eine treibende Kraft sein. Auf Seiten von TSG sind zum Beispiel Wett-Größen wie SkyBet oder BetStars zu finden. Flutter wiederum bringt hier unter anderem Paddy Power, Sportsbet oder Betfair ein. Drei der sieben größten Anbieter für Sportwetten würden sich künftig unter dem kombinierten Unternehmensdach finden lassen. Passenderweise soll der neue Konzernname dann auch „The Combined Group“ lauten. Dieser neue Markt-Elefant wird dann einen Kundenkreis von mehr als 13 Millionen aktiven Kunden besitzen. Schon allein aufgrund dieser Zahlen schauen die Aufsichtsbehörden bei diesem Deal ganz genau hin.

Wer steuert den Konzern-Giganten?

Während die letzten Entscheidungen im Prozess noch ausstehen, sind die Führungsriegen in den Unternehmen derweil bereits geklärt. Peter Jackson wird CEO der „Combined Group“ werden, stellvertretender Vorsitzender soll wiederum Divyesh Gadhia werden, der aktuell als Vorstandsvorsitzender bei The Stars Group aktiv ist. Nur eine Randposition wird wiederum Rafi Ashkenazi besetzen. Der scheidende CEO der Stars Group hatte die Fusion maßgeblich vorangetrieben und war ursprünglich als COO des Unternehmens eingeplant. Jetzt aber teilten die Partien mit, dass Ashkenazi offenbar nur noch als Berater von Flutter agieren werde. Einen Platz im Vorstand wird er zwar bekommen, allerdings nicht in einer geschäftsführenden Funktion.

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