Berliner Senat beschließt Schließung mehrerer Spielhallen in Berlin

Spielautomaten

Die aktuelle Berliner Glücksspielregulierung bestätigt, dass des einen Leid des anderen Freud ist. Zwar handelt es sich hier um ein Sprichwort, die neuesten Maßnahmen bestätigen jedoch, dass auch Sprichwörter ein Fünkchen Wahrheit in sich tragen: während die Berliner Wirtschaft einen Abschwung erlebt, könnten zahlreiche Online Casinos davon profitieren.

Insgesamt sollen 380 Spielhallen geschlossen werden – so die Entscheidung des Berliner Senats für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Von diesen Maßnahmen betroffen ist unter anderem der weltberühmte Spielhallenbetreiber Löwen Entertainment. Dieses Unternehmen betreibt unter dem Namen Admiral mehrere Spielhallen in Berlin. Dessen Schließung wird von einem der Geschäftsführer der Löwen Entertainment Dr. Daniel Henzgen scharf kritisiert. So logisch die Kritik ist, da das Unternehmen ab sofort einen geringeren Umsatz erwirtschaftet, so viel Mitgefühl versteckt sich dahinter: Nicht zu Unrecht hat Dr. Henzgen die Befürchtung, dass nun zahlreiche Casinospieler das Sortiment illegaler Glücksspielanbieter nutzen werden. Bleibt nur zu hoffen, dass dem nicht so sein wird.

Geht die Schließung der legalen Spielhallen am Sinn vorbei?

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Geht die Schließung der legalen Spielhallen am Sinn vorbei?Online Casinos weiterhin auf dem Vormarsch

Diese Befürchtung ist umso tragischer, da die Schließung der Spielhallen im Grunde genommen dem Jugendschutz dienen sollen. Werden jedoch die illegalen Glücksspielanbieter nicht strenger kontrolliert und wird nicht verhindert, dass sich diese nun über eine Hochkonjunktur freuen, dann hatte die Schließung legaler Spielhallen absolut keinen Sinn.

Wer sich in Berlins Straßen umsieht, der teilt Dr. Henzgens Befürchtung. Einer Statistik zufolge sollen sich in der Neuköllner Hermannstraße mehr als 2000 illegale Spielautomaten befinden. Solange sich das Jugendschutzgesetz nicht auch über diese Spielautomaten spannt, beschwört die beschlossene Schließung lediglich Ärger herauf.

Nicht zu Letzt beschäftigt das Unternehmen Löwen Entertainment 4000 Personen in Deutschland – insgesamt verdienen ungefähr 70.000 Mitarbeiter mit dem Glücksspiel ihr täglich Brot. Jede einzelne Spielhallenschließung erhöht die Zahl der Arbeitslosen – dies war mit Sicherheit nicht der Sinn der geplanten Maßnahme.

Online Casinos weiterhin auf dem Vormarsch

Abgesehen von der Nutzung illegaler Spielautomaten besteht die Möglichkeit, auf Online Casinos umzuschwenken. Auch diese bieten zahlreiche Slots an, deren Soundeffekte und Grafik sich deutlich von vor Ort stehenden Spielautomaten positiv abhebt.

Online Casinos freuen sich garantiert, dass nun viele Spieler nicht nur die Slots nutzen, sondern sich ebenfalls bei den Tischspielen umsehen werden.

Über Jugendschutz muss sich der Berliner Senat hier keine Gedanken machen: Jedes Online Casino fordert von Neukunden eine Verifizierung, sodass garantiert kein Minderjähriger ein Online Casino nutzen kann.

Werden diese Hintergrundinformationen betrachtet, so wird zwar automatisch das Jugendschutzgesetz beachtet. Die Frage, weshalb Deutschland Wirtschaft einen Abschwung erleiden soll, obwohl Glücksspiele weiterhin genutzt werden, kann höchstwahrscheinlich niemand beantworten. Bleibt abzuwarten, inwieweit die Online Casinos auf diese Maßnahmen reagieren und nun neue Promotions und Willkommensboni anbieten. Mit diesen Aktionen soll sich der Kundenstamm ausweiten oder bestehende Kunden sollen zum Verbleib animiert werden. Eventuell werben online agierende Casinos vermehrt mit Freispielen, die generell für Slots Gültigkeit besitzen und so eine willkommene Alternative für verschwundene Spielautomaten vor Ort darstellen.

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